3 Säulen der Hypopressiven Methode

Diese 3 Säulen: 360° Atmung, Vakuum und Haltungsübungen, stellen gemeinsam einen ganzheitlichen Ansatz dar, welcher auf vielen Ebenen den Körper und die Gesundheit unterstützen kann.
Säule 1

Atmung

Tiefe, langsame 360° Atmung

Beim Einatmen senkt sich das Zwerchfell, und der Brustkorb weitet sich. Dabei wird die Luft 360° in den gesamten Oberkörper aufgenommen, was eine tiefe und gleichmäßige Ausdehnung fördert. Gleichzeitig entspannt sich der Beckenboden und sinkt sanft nach unten.

Beim Ausatmen arbeitet der Körper von unten nach oben: Die Luft wird sanft ausgeatmet, idealerweise mit der Unterstützung der Lippenbremse. Wichtig ist, die Luft ausfließen zu lassen, ohne Druck auszuüben. Zu viel Druck kann den Widerstand gegen die Bauchwand und den Beckenboden erhöhen, was vermieden werden soll. Während der Ausatmung wird der Beckenboden sowie die tiefe Bauchmuskulatur (Musculus Transversus Abdominis) sanft unwillkürlich aktiviert.

Parallel zu dieser Atmung ist das Zwerchfell in ständiger Bewegung:
Mit der Einatmung senkt es sich, während es sich mit der Ausatmung anhebt, um die Luft sanft aus den Lungen zu drücken. Dieses Zusammenspiel ist ein zentraler Bestandteil des Hypopressiven Trainings.
Säule 2

Vakuum/Apnoe

Das Herzstück dieser Methode

Nach einer langsamen Ausatmung wird die Luft angehalten, der Bauch entspannt und locker gelassen, während die Rippen aktiv geöffnet werden. Durch diese Bewegung zieht sich der Bauchnabel nach innen und oben – ein Effekt, der einer Fake-Einatmung ähnelt.

Hierbei handelt es sich nicht um ein aktives Einziehen des Bauches, sondern um eine natürliche Reaktion des Körpers auf das Öffnen der Rippen. Dieses "Vakuum" ist charakteristisch für das Hypopressive Training.
Der Transversus abdominis, der tiefliegender Bauchmuskel, spannt sich automatisch an.
Dieser Mechanismus ist kein klassisches Vakuum im physikalischen Sinne, sondern eine intelligente Druckumverteilung in deinem Bauchraum.

Die Wirkung:
• Dein Beckenboden wird reflektorisch aktiviert
• Die Organe erfahren eine sanfte Entlastung und Anhebung über fasziale Verbindungen
• fasziale Spannungen verändern sich

All dies geschieht ohne Kraftaufwand oder bewusste Anspannung –
der Körper nutzt seine natürlichen Reflexe.
Säule 3

Haltung

Arbeit mit den Faszien

Hypopressives Training arbeitet nicht nur mit Muskeln, sondern besonders mit dem Fasziennetzwerk des Körpers. Durch gezielte Haltungspositionen wird dieses natürliche Stützsystem auf neue Weise aktiviert.

Anfänger starten mit symmetrischen Positionen. Diese schulen das Körpergefühl und aktivieren sanft die großen Faszienbahnen. Besonders die Rückenfaszien - das natürliches "Stützband" - werden dabei gestärkt.

Fortgeschrittene arbeiten mit asymmetrischen Haltungen und leichten Drehbewegungen. Diese sprechen die spiralförmigen Faszienzüge an, die für unsere Alltagsbewegungen so wichtig sind und die funktionelle Beweglichkeit fördern. Das Ziel ist eine verbesserte natürliche Körperhaltung, die zu einem besseren Zusammenspiel der Strukturen führt und so den Rücken entlastet und den Alltag erleichtern kann.
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