Hypopressives Training ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Atmung, Haltung und bewusste Druckregulation miteinander verbindet.
Ziel ist es nicht, einzelne Muskeln isoliert zu trainieren, sondern die Zusammenarbeit von Zwerchfell, Bauchraum und Beckenboden neu zu organisieren.
Entgegen der weit verbreiteten Annahme entsteht im Hypopressiven Training kein mechanisches Vakuum.
Vielmehr beschreiben aktuelle Erkenntnisse eine intelligente Druckumverteilung im Bauchraum, die über neuromuskuläre Reflexe gesteuert wird.
Durch gezielte Atem- und Haltungsimpulse werden:
die tiefe Bauchmuskulatur (Transversus abdominis)
und der Beckenboden
reflektorisch aktiviert.
So kann sich die Körpermitte stabilisieren, ohne zusätzlichen Druck auf Beckenboden oder Organe auszuüben.
Viele Frauen empfinden diesen Ansatz als besonders schonend – z. B. nach Schwangerschaften, bei Beckenbodenbeschwerden oder Rückenproblemen.
Im Zusammenhang mit Hypopressivem Training berichten viele Frauen von:
einer besseren Wahrnehmung und Kontrolle ihrer Körpermitte
einem stabileren, getragenen Gefühl im Rumpf
einer Entlastung im Bauch- und Beckenraum
einer ruhigeren, freieren Atmung
Die bewusste Atemführung wirkt zusätzlich regulierend auf das autonome Nervensystem und kann helfen, Stress- und Spannungszustände zu reduzieren.
Über die Haltungsarbeit werden zudem fasziale Strukturen angesprochen, die für Aufrichtung und Belastungsverteilung im Alltag eine zentrale Rolle spielen.
Hypopressives Training wird daher häufig als unterstützender Ansatz bei Themen wie Inkontinenz, Organsenkung, Rektusdiastase, Rückenschmerzen oder nach Schwangerschaft und Geburt eingesetzt.
--> Wie genau das Training aufgebaut ist, erfährst du in den drei Säulen des Hypopressiven Trainings.